Wer in Hanau kurzfristig eine Werkstatt oder in Friedberg einen Friseur sucht, beginnt selten auf Websites. Er tippt die Suche in Google und schaut auf die Karte: Wer ist in der Nähe, wer hat geöffnet, wie sind die Bewertungen, wie komme ich hin? Oft fällt die Entscheidung direkt dort – mit einem Anruf aus dem Eintrag heraus.
Dieser Eintrag ist das Google-Unternehmensprofil, früher Google My Business. Für lokale Betriebe bringt er häufig mehr Kontakte als die eigene Website – vorausgesetzt, er ist vollständig ausgefüllt und wird gepflegt.
Für wen das Profil besonders wichtig ist
Für alle, zu denen Kunden kommen oder die vor Ort gerufen werden: Salons und Studios, Praxen und Therapeuten, Handwerksbetriebe und Werkstätten, Gastronomie und Einzelhandel, Kanzleien, Steuerberater, Schulen und Kursanbieter.
Auch wenn der Vertrieb über die Website läuft, beeinflusst das Profil das Vertrauen. Wer eine Anzeige sieht und danach den Firmennamen googelt, stutzt bei einem leeren Profil ohne Fotos und Bewertungen.
Was das Profil bringt
- Sichtbarkeit in Google Maps und im Kartenbereich der Suchergebnisse;
- Anrufe, Routen und Website-Besuche direkt aus dem Eintrag;
- Öffnungszeiten inklusive Feiertagen;
- Bewertungen, die jeder Suchende sieht;
- Statistiken: wie viele Menschen Sie gefunden, angerufen oder eine Route geplant haben.
Profil anlegen und bestätigen
Die Anmeldung dauert eine halbe Stunde, die Bestätigung wenige Minuten bis zwei Wochen. Google bestätigt per Video, Anruf, E-Mail oder Postkarte mit Code – die Methode legt Google fest.
- Den Namen genau so eintragen, wie er auf dem Schild und im Impressum steht.
- Die Hauptkategorie so präzise wie möglich wählen – sie entscheidet am stärksten, für welche Suchen Sie erscheinen.
- Klären, ob die Adresse sichtbar sein soll. Wer nur beim Kunden arbeitet, gibt statt der Adresse ein Einzugsgebiet an.
- Telefon, Website und Öffnungszeiten ergänzen.
- Die Bestätigung abschließen.
Keine Suchbegriffe in den Namen packen, etwa „Friseur Hanau günstig”. Das verstößt gegen die Google-Richtlinien und kann zur Sperrung führen. Der Name muss dem echten Firmennamen entsprechen.

So füllen Sie das Profil aus, damit es verkauft
Nach der Bestätigung beginnt die eigentliche Arbeit. Das Profil soll die Fragen der Kunden ohne Anruf beantworten: Was machen Sie, was kostet es ungefähr, wann ist geöffnet, wie erreicht man Sie?
- Beschreibung. Kurz zum Betrieb, zum Einzugsgebiet und zu dem, was Sie von anderen unterscheidet. Sprechen Sie Russisch, Türkisch oder Englisch? Unbedingt erwähnen – für manche Kunden ist das entscheidend.
- Leistungen und Produkte. Jede Leistung als eigener Eintrag, wenn möglich mit Preis.
- Fotos. Außen- und Innenansicht, Team, Arbeitsergebnisse, Produkte – eigene Bilder statt Stockfotos.
- Weitere Kategorien. Nur solche, die wirklich zur Tätigkeit passen.
- Sonderöffnungszeiten für Feiertage und Urlaub.
- Link auf die passende Unterseite – Terminbuchung, Speisekarte oder Sortiment statt nur Startseite.
Was die Platzierung in Maps beeinflusst
Google bewertet drei Dinge: wie gut das Profil zur Suche passt, wie weit Sie entfernt sind und wie bekannt der Betrieb ist. Die Entfernung lässt sich nicht ändern, der Rest schon.
| Maßnahme | Wirkung |
|---|---|
| Regelmäßig neue Fotos | das Profil wirkt aktiv, Kunden sehen die echte Umgebung |
| Jede Bewertung beantworten | zeigt, dass Sie zuhören – sichtbar für alle künftigen Kunden |
| Beiträge und Angebote posten | zusätzliche Anlässe, in der Suche aufzutauchen |
| Öffnungszeiten aktuell halten | falsche Zeiten sind ein häufiger Grund für schlechte Bewertungen |
| Einheitliche Daten überall | Name, Adresse und Telefon stimmen auf Website, Google und in Verzeichnissen überein |
Den letzten Punkt unterschätzen viele. Stehen bei Gelbe Seiten, Das Örtliche, auf der Website und bei Google unterschiedliche Nummern oder eine alte Adresse, vertraut die Suchmaschine allen Quellen weniger.
Bewertungen: Was in Deutschland erlaubt ist
Bewertungen sind der wichtigste Vertrauensfaktor im Profil. Bitten Sie echte Kunden darum – nach dem Termin, nach der Fertigstellung, in der Dankes-Mail. Praktisch sind ein kurzer Link oder ein QR-Code zum Bewertungsformular.
Gekaufte oder selbst geschriebene Bewertungen verstoßen nicht nur gegen die Google-Regeln, sondern sind nach dem UWG unlauterer Wettbewerb. Auch Geschenke gegen positive Bewertungen sind riskant. Wer Bewertungen auf der eigenen Website zeigt, muss außerdem angeben, ob und wie er ihre Echtheit prüft.
Auf negative Bewertungen ruhig und sachlich antworten: bedanken, Situation erklären, Lösung anbieten. Die Antwort lesen nicht nur der Verfasser, sondern alle künftigen Kunden.
Kostenlose und bezahlte Möglichkeiten
Fast alles, was kleine Betriebe brauchen, ist kostenlos: Fotos, Leistungen, Beiträge, Fragen und Antworten, Statistiken. Bezahlt lässt sich die Sichtbarkeit über Google Ads erhöhen, etwa mit Suchanzeigen für das eigene Gebiet. Ein schwaches Profil rettet aber auch Werbung nicht: Bei alten Fotos und unbeantworteten Bewertungen verpufft der bezahlte Klick.
Profil und Website verbinden
Profil und Website sollten eine Kette bilden: gefunden auf der Karte, Bewertungen geprüft, auf die Website gewechselt – und dort sofort das Gesuchte gefunden. Verlinken Sie deshalb aus dem Profil auf eine konkrete Unterseite, wiederholen Sie auf der Website exakt Name, Adresse und Telefon aus dem Profil und ergänzen Sie strukturierte Daten vom Typ LocalBusiness.
Häufige Fehler
- Profil angelegt und vergessen;
- Beschreibung aus Allgemeinplätzen;
- unbeantwortete Bewertungen, vor allem negative;
- Stockfotos statt echter Bilder;
- unterschiedliche Telefonnummern und Adressen auf Website, Google und in Verzeichnissen;
- der Link im Profil führt auf die Startseite, wo man das Gesuchte erst suchen muss.
Google-Profil und Website von Balaba Digital
Bei Balaba Digital wird das Google-Unternehmensprofil bei jeder Visitenkarten-Website oder Business-Website für lokale Betriebe gleich mitgedacht: einheitliche Daten, passende Zielseiten für den Profil-Link und strukturierte Daten. Die Webentwicklung sitzt in Limeshain in Hessen – Termine vor Ort in der Wetterau, in Frankfurt, Hanau und Gießen sind möglich, deutschlandweit läuft alles online.
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