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Die letzten Tage vor dem Launch sind immer hektisch. Design abgenommen, Texte eingepflegt, die Seite soll endlich online. Genau dann rutschen Kleinigkeiten durch, die später Geld kosten: ein Formular, dessen Mails im Spam landen, eine vergessene Testseite im Google-Index, ein Cookie-Banner, der nichts blockiert.

Einzeln wirken solche Fehler harmlos. Zusammen bedeuten sie verlorene Anfragen, langsame Indexierung und in Deutschland zusätzlich das Risiko einer Abmahnung. Diese 50 Punkte sollten Sie vor jeder Veröffentlichung durchgehen – egal ob Visitenkarte oder Online-Shop.

So nutzen Sie die Liste

Prüfen Sie nicht als Inhaber, der die Seite auswendig kennt, sondern wie jemand, der sie zum ersten Mal sieht: am Smartphone, im Mobilfunknetz, in einem anderen Browser. Am besten zu zweit – eine Person klickt, die andere notiert. Was bis zum Launch offen bleibt, gehört mit Datum auf eine eigene Liste, sonst wird aus „machen wir später” schnell „nie”.

Technische Basis (1–10)

  1. Alle Seiten laden ohne 404- oder 500-Fehler.
  2. Die Adresse mit und ohne www führt auf dieselbe Version.
  3. HTTPS funktioniert überall, ohne Warnungen wegen gemischter Inhalte.
  4. Formulare werden versendet, Mails kommen an und landen nicht im Spam.
  5. Kunden erhalten eine automatische Eingangsbestätigung.
  6. Getestet auf iPhone, Android, Tablet sowie in Chrome, Safari und Firefox.
  7. Die Ladezeit stimmt: komprimierte Bilder, WebP, Lazy Loading.
  8. Keine Testseiten, Demoprodukte oder „Lorem ipsum” mehr.
  9. Die 404-Seite ist gestaltet und führt zurück zur Startseite.
  10. Ein Backup existiert – und Sie wissen, wie man es wiederherstellt.

Inhalte: Versteht ein neuer Besucher die Seite? (11–20)

  1. Der erste Bildschirm zeigt, was Sie anbieten und wo Sie arbeiten.
  2. Kontaktdaten sind von jeder Seite aus erreichbar.
  3. Die Telefonnummer ist anklickbar, Messenger-Buttons öffnen den richtigen Chat.
  4. Preise sind aktuell; für Privatkunden als Endpreise inklusive USt. oder mit Hinweis auf § 19 UStG.
  5. Die Texte sind Korrektur gelesen – Tippfehler kosten Vertrauen.
  6. Jede Leistung hat eine eigene Seite mit klarem nächsten Schritt.
  7. Fotos sind eigene oder mit Lizenz für die kommerzielle Nutzung.
  8. Kundenstimmen sind echt, mit Namen oder zumindest Ort.
  9. Alle Links im Text führen dorthin, wo sie hinführen sollen.
  10. Sprachversionen sind vollständig, der Sprachumschalter funktioniert auf jeder Seite.

Recht und DSGVO (21–28)

  1. Das Impressum ist von jeder Seite mit einem Klick erreichbar.
  2. Die Datenschutzerklärung beschreibt genau die Dienste, die auf der Seite laufen.
  3. Der Cookie-Banner blockiert Analytics und Marketing tatsächlich bis zur Einwilligung, „Ablehnen” ist gleichwertig sichtbar.
  4. Google Fonts und andere Schriften werden lokal vom eigenen Server geladen.
  5. Karten, YouTube-Videos und Social-Media-Widgets laden erst nach Zustimmung.
  6. Formulare fragen nur nötige Daten ab und erklären, wofür sie genutzt werden.
  7. Mit Hoster und externen Diensten bestehen Auftragsverarbeitungsverträge (AV-Verträge).
  8. Für Shops: AGB, Widerrufsbelehrung, Versand- und Zahlungsinfos, Bestellbutton „zahlungspflichtig bestellen” – und prüfen, ob das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) für Sie gilt.

Die Rechtstexte selbst sollten von einer Anwältin, einem Anwalt oder einem spezialisierten Generator kommen. Aufgabe der Entwicklung ist, dass die Seite technisch genau das tut, was darin steht.

SEO vor dem Launch, nicht danach (29–38)

  1. Die Seite ist indexierbar, auf der Live-Domain steht kein noindex mehr.
  2. Die robots.txt sperrt keine wichtigen Bereiche.
  3. Die sitemap.xml existiert und ist in der Google Search Console eingereicht.
  4. Jede Seite hat einen eigenen Title und eine eigene Description.
  5. Pro Seite genau ein H1, Zwischenüberschriften H2 und H3 in logischer Reihenfolge.
  6. Kurze, sprechende URLs.
  7. Canonical- und hreflang-Angaben für Sprachversionen sind gesetzt.
  8. Ersetzt die Seite eine alte: 301-Weiterleitungen von allen alten Adressen.
  9. Bilder haben aussagekräftige Alt-Texte.
  10. Strukturierte Daten für Organization oder LocalBusiness sind eingebunden und stimmen mit dem Google-Unternehmensprofil überein.

Bedienbarkeit: Kommt der Besucher bis zur Anfrage? (39–44)

  1. Das Menü lässt sich am Smartphone bequem öffnen und schließen.
  2. Texte sind ohne Zoomen lesbar: Schriftgröße und Kontrast passen.
  3. Buttons sind groß genug und als Buttons erkennbar.
  4. Das Formular ist kurz, Fehlermeldungen sind verständlich formuliert.
  5. Von jeder Seite ist die Anfrage in zwei, drei Klicks erreichbar.
  6. Grundlegende Barrierefreiheit: Bedienung per Tastatur, beschriftete Formularfelder.

Analytics und Sicherheit (45–50)

  1. Google Analytics 4 und Search Console sind eingerichtet – Analytics startet erst nach Einwilligung.
  2. Wichtige Aktionen werden gemessen: Formularversand, Anrufe, Messenger-Klicks.
  3. CMS, Theme und Plugins sind aktuell, Unbenutztes ist gelöscht.
  4. Der Admin-Zugang ist geschützt: starkes Passwort, Zwei-Faktor-Anmeldung, Begrenzung der Login-Versuche.
  5. Ein Verfügbarkeits-Monitoring mit Benachrichtigung läuft.
  6. Es ist geklärt, wer in den ersten Wochen Fehler, Anfragen und Search Console im Blick behält.

Nach dem Launch

Die ersten zwei, drei Wochen sind die aufschlussreichsten. Prüfen Sie, welche Seiten Google indexiert hat, ob die Search Console Fehler meldet, ob Anfragen ankommen und von welchen Seiten sie gesendet werden. Läuft parallel Werbung, ist jeder Fehler besonders teuer: Sie bezahlen den Klick, und der Besucher scheitert am Formular.

Website-Launch mit Balaba Digital

Bei Balaba Digital durchläuft jedes Projekt diese Liste vor der Veröffentlichung – ob Landingpage, Visitenkarten-Website oder Online-Shop. Die Webentwicklung sitzt in Limeshain in Hessen und arbeitet für Selbstständige und Unternehmen in ganz Deutschland – auf Deutsch oder Russisch.

Ihre Seite ist schon online, aber Sie sind nicht sicher, ob alles stimmt? Ein technischer Website-Check zeigt, welche Punkte dieser Liste offen sind – der Express-Check ist kostenlos.

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